Nach der Anreise am Freitag, den 3. November wurde die Gruppe in der Gedenkstätte Esterwegen von Kurt Buck, dem langjährigen Leiter der DIZ (Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager) empfangen.

 

Die Emslandlager waren die ersten Lager, die entstanden, um politische Gegner der NS-Regimes durch schwere Arbeit in den Mooren mundtot zu machen. Hier entstand das Lied der Moorsoldaten.

Einer ihrer bekanntesten Gefangenen war Carl von Ossietzky, der für den Erhalt des Friedensnobelpreises sterbenskrank aus dem Lager Esterwegen ins Gefängnis entlassen wurde. Die umfangreiche Ausstellung wurde durch die jahrelangen Kontakte der Gruppe um Kurt Buck mit Überlebenden ermöglicht.

Am zweiten Tag wurde die Gruppe kompetent von einer Mitarbeiterin der Gedenkststätte Westerbork geführt. Westerbork entstand zuerst als Flüchtlingslager für Menschen, die aus Deutschland vor den Nazis geflohen waren. Nach der Besetzung der Niederlande 1941 durch die Deutschen wurde es von den Nazis zu einem Sammellager für Juden umfunktioniert. Von dort wurden die Menschen in den Tod geschickt so wie Anne Frank und ihre Familie. Die historischen Waggons, die als Mahnmal auf dem Gelände stehen, sollen an die vielen Menschen, die jeden Dienstag auf "Transport nach Osten" geschickt wurden, erinnern.

  

 

Bericht von der Jahreshauptversammlung am 4. März 2023

Auf der Jahreshauptversammlung der AG Bergen-Belsen wurde über die Aktivitäten von 2022 berichtet und die nächsten Termine bekannt gegeben:

Katrin Unger berichtete in Vertretung für Frau Dr. Gryglewski, Stiftung nieders. Gedenkstätten, zu dem Thema "Neues aus der Gedenkstätte" (siehe Foto mit Elke von Meding, Vors. AG Bergen-Belsen).

Außerdem wurde folgende Erklärung einstimmig beschlossen:

Elke von Meding (links) und Katrin Unger.

Erklärung der JHV der AG Bergen-Belsen

"Mit Unverständnis und Empörung haben wir Kenntnis erhalten von der wiederholten Entscheidung der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Ermittlungen gegen ein Mitglied der neonazistischen Partei 'Die Rechte' wegen ihm vorzuwerfender antisemitischer Hetze einzustellen."

Die gesamte Erklärung der AG Bergen Belsen siehe unter diesem Verweis.


Erinnerung an die Befreiung vor 78 Jahren

Gedenkveranstaltung der AG Bergen-Belsen am 15. April 2023 auf der Rampe

An der Verladerampe, wo Menachem Rosensaft auf einer Gedenkveranstaltung der AG Bergen-Belsen am 15. April am Waggon auf der Rampe sprach, kamen einst seine Mutter und sein Vater an. Seine Mutter im November 1944 aus Auschwitz, sein Vater ein paar Monate später aus Dora-Mittelbau. „Die Eisenbahnrampe war das Vorzimmer der Hölle von Bergen-Belsen“, sagte Rosensaft am 78. Jahrestag des Befreiung des Konzentrationslagers.

 

Menachem Rosensafts Eltern überlebten das KZ, er selbst wurde 1948 im DP-Camp von Bergen-Belsen geboren, wo Überlebende des Holocausts als Displaced Persons auf ihre Auswanderung warteten. Mit großer Sorge sprach Rosensaft über den wachsenden Antisemitismus in ganz Europa und auf der Welt.

 

Jugendliche lasen Ausschnitte aus einem Bericht des britischen Sanitätsoffiziers Gonin, der am 17. April mit seiner Sanitätseinheit ins Lager kam.

 

Der Vorstand der AG Bergen-Belsen trug Gedichte von M. Rosensaft unter dem Titel "Poems born in Bergen-Belsen" vor.

 

Die Gruppe MIZWA der jüdischen Gemeinde Hannover hat mit ihrer wunderbar einfühlsamen Musik die Veranstaltung mitgestaltet (auf Foto 5 vl. Alexander Kostovetskiy, Andrey Sitnov an der Klarinette und Natalia Reznikova an der Geige.

 

 

 

Erinnerung an die Befreiung vor 78 Jahren

Gedenkveranstaltung der AG Bergen-Belsen am 15. April 2023 auf der Rampe zur

An der Verladerampe, wo Menachem Rosensaft auf einer Gedenkveranstaltung der AG Bergen-Belsen am 15. April am Waggon auf der Rampe sprach, kamen einst seine Mutter und sein Vater an. Seine Mutter im November 1944 aus Auschwitz, sein Vater ein paar Monate später aus Dora-Mittelbau. „Die Eisenbahnrampe war das Vorzimmer der Hölle von Bergen-Belsen“, sagte Rosensaft am 78. Jahrestag des Befreiung des Konzentrationslagers (siehe Foto 1).

 

Menachem Rosensafts Eltern überlebten das KZ, er selbst wurde 1948 im DP-Camp von Bergen-Belsen geboren, wo Überlebende des Holocausts als Displaced Persons auf ihre Auswanderung warteten. Mit großer Sorge sprach Rosensaft über den wachsenden Antisemitismus in ganz Europa und auf der Welt (siehe Foto 2).

 

Jugendliche lasen Ausschnitte aus einem Bericht des britischen Sanitätsoffiziers Gonin, der am 17. April mit seiner Sanitätseinheit ins Lager kam. Auf dem Foto 3 von von Andrea Brandt sind (v.l.) Jamie Webb, Paula Thiel, Kathrin Tarakanowski und Elke von Meding zu sehen.

 

Der Vorstand der AG Bergen-Belsen (auf Foto 4 v.l. Angela Tiede, Elke von Meding, Peter Wanninger und Andrea Brandt) trug Gedichte von M. Rosensaft unter dem Titel "Poems born in Bergen-Belsen" vor.

 

Die Gruppe MIZWA der jüdischen Gemeinde Hannover hat mit ihrer wunderbar einfühlsamen Musik die Veranstaltung mitgestaltet (auf Foto 5 vl. Alexander Kostovetskiy, Andrey Sitnov an der Klarinette und Natalia Reznikova an der Geige.

 


Erklärung der JHV der AG Bergen-Belsen

"Mit Unverständnis und Empörung haben wir Kenntnis erhalten von der wiederholten Entscheidung der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Ermittlungen gegen ein Mitglied der neonazistischen Partei 'Die Rechte' wegen ihm vorzuwerfender antisemitischer Hetze einzustellen."

Die gesamte Erklärung der AG Bergen Belsen siehe unter diesem Verweis oder als PDF-Datei unter diesem Link.

 

Lichter auf den Schienen

Das war November (1944)... Eiskalt.
Niemand wusste, wo wir eigentlich sind, als man uns aus den Waggons trieb. Wir waren bereits tagelang unterwegs. Auschwitz und Bergen-Belsen sind ziemlich weit voneinander entfernt. Wir mussten uns wie üblich in Fünferreihen anstellen, und marschierten los...“ (Anita Lasker-Walfisch 1998)


 

„Die Fahrt hierher. Welcher Leidensweg. 15 Tage in Viehwagen. Zu 40 und 60 in einen Waggon gepfercht, Männer, Frauen, Greise und Kinder. Hermetisch eingeschlossen, ohne Luft, ohne Licht, ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne Toilette. Man
erstickte auf engstem Raum: dazu Schmutz, Schweiß, Dunst, Gestank, Enge und quälender Durst.“ (Hanna Lévy-Hass)


 

Mit Kerzen gedenken wir am 15. April, dem Tag der Befreiung, an diese Transporte.

Jugendliche lesen Berichte von Überlebenden.