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AG Bergen-Belsen

Rampe und Waggon

Fährt man von der Gedenkstätte in Richtung Bergen, sieht man auf der linken Seite einen schräg in den Wald laufenden Weg mit rot-weißem Schlagbaum. Dort befand sich früher der Eingang zum Kriegsgefangenenlager und KZ Bergen-Belsen.

Wenn Sie weiterfahren, kommen Sie an den Kasernen vorbei, die zum Truppenübungsplatz, der ab 1934 geplant und errichtet wurde, gehören.

Nach der Befreiung des KZ Bergen-Belsen brachte man die Überlebenden in den Kasernen unter. Dort starben noch ca. 13.000 Menschen, die auf einem Friedhof auf dem Kasernengelände begraben sind. Viele jüdische Überlebende waren heimatlos geworden, man nannte sie »displaced persons« (DP). Dieses DP-Camp konnte erst 1950 aufgelöst werden.

Fährt man weiter in Richtung Bergen, kommt man zur »Verladerampe«, die 1936 als Eisenbahnzubringer für den Truppenübungsplatz gebaut wurde. Sie ist auch heute noch militärisches Gelände und darf von Zivilisten nicht betreten werden! Besucher können aber auf einem Fußweg rechts außerhalb des Zauns bis zum Waggon gehen.

Es handelt sich bei der Rampe um einen historischen Ort, der nicht in Vergessenheit geraten darf. Hier begann der Marsch der erschöpften Menschen (Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge), die unter scharfer Bewachung 6 km zu Fuß ins Lager getrieben wurden.

Ein Teil der Rampe (das älteste Gleis ist von 1936!) wurde 2000 auf Antrag der AG Bergen-Belsen unter Denkmalschutz gestellt. 2002 konnte die AG dort einen Waggon als Mahnmal aufstellen. Mit »Lichtern auf den Schienen« erinnern wir jedes Jahr an das Schicksal der Menschen, für die die Rampe zur »Endstation« wurde.

Fotografie des Waggons